19. März 2026, Pressemitteilung

Neues Heizungsgesetz – mehr Flexibilität bei der Wahl der Mittel

rhenag Energie rät, die persönliche Energiewende im Blick zu behalten – langfristig werden fossile Energien teurer – mehr Verantwortung bei Eigentümern

Siegburg. Mit der Veröffentlichung eines Eckpunkte-Papiers hat die Bundesregierung die Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetztes (GEG) grob umrissen. Noch ist das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) nicht verabschiedet, aber die Stoßrichtung ist vorgegeben. Was die Neuerung für Verbraucher bedeutet, erläutert Norman Petersson, Leiter Energiegeschäft bei rhenag Energie: „Für Immobilienbesitzer bringt die Neuerung eine höhere Flexibilität, was die Wahl der Mittel und des Zeitpunkts angeht. Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bleibt jedoch im Fokus. Dafür sorgen Quoten wie die Grüngasquote“, fasst er zusammen. Eine entscheidende Neuerung ist das Kippen der so genannten 65-Prozent-Regelung, nach der neue Heizungen zu 65 Prozent ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen müssen. Auch die Betriebsverbote für bestimmte Heizungen sollen gestrichen werden. Für die Eigentümer von Immobilien entstehen so zusätzliche Spielräume. Wer allerdings ohnehin geplant habe, die persönliche Wärmewende voranzubringen, sei gut beraten, an diesem Gedanken festzuhalten, erläutert Norman Petersson. Ein Grund sei beispielsweise, die aktuelle Förderkulisse für Wärmepumpen zu nutzen, bevor sich diese verändere.

Wer umsteigt, macht sich unabhängiger

Dass die Energiepreise an der Börse aktuell aufgrund des Krieges in Nahost so exorbitant hoch sind, zeige deutlich, wie verwundbar fossile Energiesysteme bleiben, sagt der Energieexperte. Hintergrund seien nicht nur die militärischen Auseinandersetzungen selbst, sondern auch die Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Golfregion und die Unsicherheit rund um wichtige Transportwege wie die Straße von Hormus. Diese Risiken schlagen unmittelbar auf die Öl- und auch Gaspreise an den Märkten durch. Wer die Möglichkeit habe, auf eine alternative Wärmequelle umzusteigen, mache sich deshalb unabhängiger von solchen Preissprüngen. Wärmepumpen etwa nutzen zu einem großen Teil Umweltwärme aus Luft, Boden oder Wasser. Wird der Strom zumindest teilweise zusätzlich selbst erzeugt, etwa über eine Photovoltaikanlage, sinkt die Abhängigkeit vom Energiemarkt weiter. „Zukuftsfähig sind gut durchdachte Lösungen wie etwa die Kombination aus Wärmepumpe, PV-Anlage und dem passenden Stromtarif“, sagt Norman Petersson. Genau dafür übernimmt die rhenag Energie Verantwortung und setzt konkrete Lösungen um, auch mit Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden oder mit dem Schnellladepark für E-Autos in Siegburg. Photovoltaik auf kommunalen Liegenschaften hat dabei einen doppelten Nutzen: Sie stärkt die lokale Energieversorgung und kann den selbst genutzten Strom direkt für Wärmepumpen, Gebäude oder Ladeinfrastruktur bereitstellen.

Je länger die Marktpreise auf hohem Niveau bleiben, desto schwieriger wird es für Energieversorger, die Tarife für ihre Kundinnen und Kunden stabil zu halten. Versorger, die Energie langfristig im Voraus am Markt einkaufen, wie rhenag Energie, können kurzfristige Ausschläge vergleichsweise lange abfedern. Dauerhafte Preisbewegungen treffen jedoch den gesamten Markt – unabhängig davon, wie vorausschauend ein Unternehmen beschafft. „Langfristige Entwicklungen betreffen den gesamten Markt, unabhängig von der Beschaffungsstrategie“, sagt Norman Petersson. Die aktuelle Lage zeige deshalb vor allem eines: Wer heute in erneuerbare Erzeugung, effiziente Technik und regionale Infrastruktur investiert, stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die Versorgungssicherheit vor Ort.

Viele Fragen offen

Frühestens im Sommer kann das neue Gesetz verabschiedet werden. Bis dahin ist einiges im Unklaren. Etwa die Frage, wie das GMG in die Regelungen des Kommunalen Wärmeplans hineingreift. Dass Fernwärme auch weiterhin ein wichtiger Baustein bleibt, ist in den veröffentlichten Eckpunkten deutlich geworden. Doch wie das in der Umsetzung genau aussehen wird, ist noch offen. „Wir hoffen hier auf klare und durchdachte Vorgaben von Seiten der Regierung“, schließt Norman Petersson.

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