

Zwanzig Minuten zügig durch das bunte Laub, und die 20 Grad im Wohnzimmer fühlen sich an wie ein Platz am Kamin. Kein Drehen am Thermostat. Zaubertrick? Nein, einfach nur Biologie.
Der Körper ist die älteste Heizungsanlage im Haus
Kennen Sie dieses Gefühl? Sie sitzen seit einer Stunde auf der Couch,
die Serie läuft, und plötzlich sind die Füße kalt. Kein Wunder.
Wer still sitzt, schickt seinen Kreislauf in den Feierabend: Die Muskeln machen Pause, das Blut verlangsamt sich, Hände und Füße kühlen zuerst aus. Also wandert die Hand zum Thermostat. Aus 20 Grad werden 22, später 23, und irgendwann sitzt man im T-Shirt vor dem Fernseher, während draußen die Blätter fallen.

Bewegung bringt die Wende. Beim zügigen Gehen sind die großen Muskeln in den Beinen und im Rumpf aktiv, und arbeitende Muskeln erzeugen Wärme. Das Herz legt zu. Das Blut kehrt in die Fingerspitzen zurück. Dann schließt man die Haustür auf, und der zweite Effekt setzt ein: der Kontrast. Nach zwanzig Minuten bei neun Grad und Nieselregen fühlt sich ein normal beheizter Raum wirklich gemütlich an. Die gleichen 20 Grad, die Ihnen vorher zu kühl waren.
Hält es den ganzen Abend? Leider nicht. Nach einer guten Stunde auf der Couch schaltet der Körper wieder auf Sparflamme. Aber genau in dieser Stunde entscheidet man sich normalerweise, ob man die Heizung aufdreht. Wollsocken an, Decke drüber, und das warme Gefühl hält deutlich länger an.

Ein Grad weniger, etwa sechs Prozent gespart
Lohnt sich das überhaupt? Ja. Die Faustregel: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart etwa sechs Prozent Heizenergie.
Ein Rechenbeispiel: Wer 1.500 Euro im Jahr für die Heizung ausgibt und es konsequent schafft, diese um ein Grad niedriger zu halten, hat am Ende rund 90 Euro mehr auf dem Konto. Davon kann man sich schon ein ordentliches Paar Wanderschuhe kaufen. So einfach kann man Heizkosten sparen, und der Hebel ist gewaltig: Laut dem Umweltbundesamt benötigen private Haushalte mehr als zwei Drittel ihrer Energie zum Heizen.
Wir bei rhenag Energie sprechen oft über den Heizungswechsel, Wärmepumpen, Solarenergie und moderne Heizlösungen. Alles wichtig. Die günstigste Kilowattstunde bleibt die, die man gar nicht erst verbraucht. Energiesparen beginnt manchmal schon am Kleiderhaken, wenn man zur Jacke greift.

Hier haben wir einfach mal vier Ideen für Ihre Abendrunde:
• Siegaue zwischen Siegburg und Hennef: flach, breit, mit Blick auf das Wasser. Perfekt, wenn man es nach der Arbeit eilig hat.
• Michaelsberg in Siegburg: ein kurzer Aufstieg, der zuverlässig den Puls in die Höhe treibt. Die Aussicht ist kostenlos.
• Wahner Heide bei Troisdorf: sandige Wege, Birken und im Herbst Farben, für die andere stundenlang im Stau stehen würden.
• Siebengebirge: Mehr Zeit am Wochenende? Rund um Königswinter und Bad Honnef leuchtet der Laubwald von Gelb bis Rostrot.
Die Runde um den Block zählt genauso. Es kommt auf das Tempo an: Zügig genug, dass man noch ein Gespräch führen kann, aber nicht so sehr, dass man Lust auf Singen hätte.
So wird ein Spaziergang zum Heizkosten-sparenden Ritual
1. Wählen Sie eine feste Zeit. Direkt nach der Arbeit oder nach dem Abendessen. Solange es vor dem Sofa ist, das dich erwischt.
2. Vorher lüften. Öffnen Sie das Fenster fünf Minuten lang weit, drehen Sie während dieser Zeit die Heizung herunter und schließen Sie dann das Fenster wieder. Du kommst zurück in frische Luft.
3. Zwiebellook tragen. Wer verschwitzt heimkommt, friert danach umso schneller. Ziehen Sie lieber unterwegs eine Schicht aus
4. Sichtbar bleiben. Nach der Zeitumstellung wird es gegen fünf Uhr dunkel. Ein Reflektorband kostet ein paar Euro und passt in jede Jackentasche.
5. Danach warm bleiben. Dicke Socken, eine Tasse Tee, eine Decke. So bleibt die mitgebrachte Wärme länger bei Ihnen.
6. Technik mitdenken lassen. Smarte Heizkörperthermostate halten die eingestellte Temperatur und regeln von selbst herunter, wenn niemand zu Hause ist. Der Griff zum Regler aus reiner Gewohnheit? Erledigt.
Kurze Runde, große Nebenwirkung
Frische Luft macht den Kopf frei, und viele schlafen nach einem Spaziergang besser. Das ist ein zusätzlicher Bonus. Wer die Runde in die Mittagspause einbauen kann, nimmt auch einen Teil Tageslicht mit. Das ist in der dunklen Jahreszeit, selbst bei grauer Wolkendecke, Gold wert. Also: Jacke an, Schuhe binden, raus geht's. Das Sofa läuft nicht weg. Und es ist viel gemütlicher, wenn man es sich verdient hat.

Möchten Sie wissen, wo es in Ihrem Zuhause noch Sparpotenzial gibt? Das rhenag-Energieteam steht Ihnen gerne weiter zur Verfügung.
