Hände schneiden in der Küche einen Hokkaido-Kürbis, ringsum Äpfel, Möhren und die Kräuter.Hände schneiden in der Küche einen Hokkaido-Kürbis, ringsum Äpfel, Möhren und die Kräuter.

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Herbstküche aus unserer Region: Einfache Rezepte, die nach Rheinland schmecken
Oktober 2026

Der Herbst ist uns wohlgesonnen. Die Hofläden stapeln die Kürbisse bis zur Decke, die Apfelbäume sind voll und die Kartoffeln kommen frisch aus der Erde. Wer jetzt regional einkauft, isst frisch, zahlt oft weniger und spart sich lange Transportwege. Klingt nach einem guten Deal? Ist es auch.

Kurze Wege schmeckt man

Erdbeeren im Oktober? Sehen im Supermarkt hübsch aus. Meist haben sie aber eine lange Reise hinter sich, per Lkw, Schiff oder aus dem beheizten Gewächshaus. Das kostet Energie, lange bevor Sie zu Hause den Herd anschalten. Gemüse aus der Region hat nicht weit zu reisen. Es kann geerntet werden, wenn es reif ist, und man kann es schmecken.


Wir bei rhenag Energie freuen uns jedes Jahr auf diese Zeit. Denn im Rhein-Sieg-Kreis haben wir Glück: Im Vorgebirge um Bornheim und Alfter bauen die Höfe seit Generationen Gemüse an, in Meckenheim reihen sich Obstgärten aneinander. Auf den Wochenmärkten in Siegburg, Hennef oder Troisdorf und in vielen Hofläden finden Sie alles, was Sie für ein wirklich großartiges Herbstessen brauchen.
Was jetzt Saison hat? Kürbis, Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Rote Bete, Lauch, Rot- und Weißkohl, Feldsalat, Äpfel und Birnen. Nach dem ersten Frost kommt der Grünkohl dazu.


Heißt das jetzt: nie wieder Banane? Quatsch. Kaffee wächst nun mal nicht in Lohmar. Es geht nicht um Verzicht, sondern darum, wo es einfach ist, zu tauschen. Apfel statt Mango. Rapsöl statt Olivenöl. Und mit den folgenden Rezepten funktioniert es perfekt ohne Kochkurs.

Kürbis-Apfel-Suppe
Cremige Kürbis-Apfel-Suppe dampft im Topf auf dem Herd, hinten Hokkaido, Apfel und Möhren.

Diese Suppe kocht sich fast von allein. Der heimliche Star ist der Apfel: Er bringt eine feine Frische in den Topf, ganz ohne exotische Gewürze.

Für 4 Personen · Zeit: ca. 35 Minuten

Zutaten:


1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
1 Zwiebel
2 Karotten
1 säuerlicher Apfel, z.B. Boskoop
1 Esslöffel Rapsöl
1 Liter Gemüsebrühe
100 ml Sahne
Salz, Pfeffer, eine Prise Muskatnuss
2 Esslöffel Kürbiskerne

Zubereitung:

  1. Den Kürbis waschen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel herauskratzen. Die Schale darf dranbleiben, sie wird beim Kochen weich. Das Fruchtfleisch in grobe Würfel schneiden.
     
  2. Zwiebel schälen und würfeln. Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Den Apfel vierteln, entkernen und würfeln.
     
  3. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin 2 bis 3 Minuten glasig anschwitzen. Kürbis, Möhren und Apfel dazugeben und 3 Minuten mitdünsten.
     
  4. Die Brühe angießen und aufkochen. Deckel drauf und alles bei mittlerer Hitze rund 20 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.
     
  5. Die Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren, die Sahne einrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
     
  6. Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett 2 bis 3 Minuten rösten, bis sie duften. Über die Suppe streuen und servieren.

Energiespartipp: Deckel drauf! Er ist der unscheinbarste Energiesparer in Ihrer Küche. Ohne Deckel heizen Sie zu einem guten Teil die Küchenluft. 

Himmel un Ääd
Himmel un Ääd: Kartoffelpüree mit Apfelkompott, gebratener Blutwurst und den Röstzwiebeln.

Kein Herbst im Rheinland ohne diesen Klassiker. Der Name verrät schon das Rezept: Himmel steht für die Äpfel vom Baum, Ääd für die Kartoffeln aus der Erde. Blutwurst ist nicht Ihr Ding? Dann nehmen Sie gebratene Champignons. Schmeckt genauso gemütlich.

Für 4 Personen · Zeit: ca. 40 Minuten

Zutaten:

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 200 ml Milch
  • 50 g Butter
  • Salz, 1 Prise Muskat
  • 4 säuerliche Äpfel
  • 50 ml Wasser
  • 1 bis 2 EL Zucker
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Rapsöl
  • 4 Scheiben Blutwurst (ca. 400 g), vegetarisch: 400 g Champignons

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser mit Deckel rund 20 Minuten weich kochen.
     
  2. Die Äpfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Mit Wasser und Zucker in einem kleinen Topf mit Deckel 8 bis 10 Minuten köcheln, bis sie weich, aber noch stückig sind.
     
  3. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. In einer Pfanne mit 1 EL Öl bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten goldbraun braten und herausnehmen.
     
  4. Das restliche Öl in die Pfanne geben und die Blutwurst von jeder Seite 2 bis 3 Minuten braten. Vegetarisch: Die Champignons in Scheiben schneiden, 5 bis 6 Minuten kräftig anbraten, salzen und pfeffern.
     
  5. Die Kartoffeln abgießen. Milch erwärmen, mit der Butter zu den Kartoffeln geben und alles zu Püree stampfen. Mit Salz und Muskat abschmecken.
     
  6. Püree und Apfelkompott auf Teller geben, Blutwurst oder Champignons dazulegen und die Röstzwiebeln darüber verteilen.

Energiespartipp: Kochen Sie das Wasser für die Kartoffeln im Wasserkocher vor. Das geht schneller und braucht weniger Strom, als das Wasser auf dem Ceranfeld zu erhitzen. 

Apfel-Crumble
Apfel-Crumble mit Haferstreuseln in der Auflaufform, daneben eine Portion mit Schlagsahne.

Nachtisch mit Wochenendgefühl. Und ja, Zimt ist importiert. Eine Prise darf trotzdem sein.

Für 4 Personen · Zeit: ca. 50 Minuten

Zutaten:

  • 4 Äpfel (ca. 700 g), z. B. Elstar oder Boskoop
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Zucker für die Äpfel
  • 100 g Mehl
  • 100 g zarte Haferflocken
  • 100 g kalte Butter und etwas Butter für die Form
  • 100 g brauner Zucker
  • 1 Prise Salz
  • Schlagsahne oder Joghurt zum Servieren

Zubereitung:

  1. Eine Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) mit etwas Butter einfetten.
     
  2. Die Äpfel vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Die Schale kann dranbleiben. In der Form mit Zimt und 1 EL Zucker mischen.

     

  3. Mehl, Haferflocken, braunen Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingern zu Streuseln verreiben.
     
  4. Die Streusel gleichmäßig über den Äpfeln verteilen.
     
  5. Die Form in den kalten Ofen schieben, auf 180 Grad Umluft einschalten und rund 35 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun und die Äpfel weich sind.
     
  6. Kurz abkühlen lassen und mit Schlagsahne oder Joghurt servieren.

Energiespartipp: Vorheizen? Brauchen Sie hier nicht. Und die letzten fünf Minuten darf der Ofen schon aus sein, die Restwärme bräunt die Streusel fertig. 

Guten Appetit! 

Ob cremige Suppe, rheinischer Klassiker oder warmer Crumble: Mit Zutaten vom Hofladen oder Wochenmarkt um die Ecke wird aus einem grauen Herbsttag schnell ein gemütlicher Abend am Esstisch. Mehr braucht es nicht. Das rhenag Energie-Team wünscht Ihnen viel Freude beim Nachkochen und einen genussvollen Herbst. Und wenn Sie wissen möchten, wo in Ihrem Zuhause noch Sparpotenzial steckt, sprechen Sie uns gern an.