Photovoltaikanlage auf einem privaten Hausdach im Rhein-Sieg-Kreis bei strahlendem Sonnenschein – rhenag Energie.Photovoltaikanlage auf einem privaten Hausdach im Rhein-Sieg-Kreis bei strahlendem Sonnenschein – rhenag Energie.

Energietrends

Solarenergie in Zahlen – warum die Sonne mehr kann, als wir denken

Juli 2026

Hier eine Zahl zum Einstieg, die viele überrascht: Die Sonne liefert der Erde in rund 90 Minuten mehr Energie, als die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht. Das allein zeigt, welches Potenzial in dieser Energiequelle steckt – und warum Deutschland in den vergangenen Jahren so konsequent auf Solarstrom gesetzt hat.

rhenag Energie beleuchtet die beeindruckenden Zahlen des Solarstrom-Wachstums und zeigt Optionen für Hausbesitzer und Mieter.

Deutschland dreht die Sonnenseite nach oben

Ende 2025 waren knapp 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen am Netz. Das bedeutet: Millionen Haushalte und Unternehmen erzeugen ihren Strom inzwischen zumindest teilweise selbst. Mit einer Gesamtleistung von über 106.000 Megawatt entspricht das der Leistung von mehr als 80 großen Kraftwerken – allein im Vorjahr kamen 17,6 Prozent mehr Anlagen hinzu.
2025 war zudem eines der sonnigsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn 1951 – über 1.945 Sonnenstunden bundesweit. Das Ergebnis: Solarstrom deckte 16,8 Prozent des deutschen Stromverbrauchs und überholte damit erstmals fossile Energieträger wie Braunkohle und Gas. Rund 60 Millionen Tonnen CO₂ wurden eingespart – eine Zahl, die sich gewaschen hat.
Für Verbraucher bedeutet der Ausbau nicht nur mehr klimafreundlichen Strom. Mit einem Batteriespeicher lässt sich selbst erzeugter Solarstrom genau dann nutzen, wenn er gebraucht wird – morgens, abends oder wenn die Sonne gerade nicht scheint. Gleichzeitig trägt das zur Stabilisierung des Stromnetzes bei.
 

Wussten Sie schon?
Solarmodule arbeiten auch bei bewölktem Himmel und im Winter – entscheidend ist Tageslicht, nicht Außentemperatur. An kühlen, sonnigen Tagen produzieren sie sogar häufig mehr Strom als bei sommerlicher Hitze. Moderne Anlagen halten 30 Jahre und länger. Und: Deutschland gehört trotz vergleichsweise weniger Sonnenstunden zu den führenden Solarmärkten Europas.
 

Infografik mit fünf Kacheln zu den wichtigsten Kennzahlen der Solarenergie 2025 von rhenag Energie.
Was steckt hinter diesen Zahlen?

Die 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen bedeuten, dass inzwischen Millionen Haushalte und Unternehmen ihren Strom zumindest teilweise selbst erzeugen – eine Entwicklung, die noch vor zehn Jahren kaum vorstellbar war. Gleichzeitig zeigt ein Blick auf die rund 60 Millionen geeigneter Dachflächen in Deutschland: Trotz des starken Ausbaus steckt noch enormes Potenzial in unseren Dächern. Und das Ausbauziel von 215 Gigawatt bis 2030 macht klar, dass wir zwar auf dem richtigen Weg sind – aber noch längst nicht am Ziel angekommen sind. Jede neue Anlage zählt.

Was hat das mit Ihnen zu tun?

Sehr viel, wenn Sie möchten. Rund 38 der insgesamt 100 Gigawatt installierter PV-Leistung stammen von privaten Hausdächern. Bis 2030 sollen es 215 Gigawatt sein – das zeigt: Wir haben große Fortschritte gemacht, sind aber noch nicht am Ziel. Noch immer bieten Millionen geeigneter Dachflächen in Deutschland enormes ungenutztes Potenzial.

Tipp: Ob eine Solaranlage für das eigene Dach infrage kommt, zeigt der Solarrechner der Verbraucherzentrale NRW: www.verbraucherzentrale.nrw

Balkonkraftwerk als Einstieg

Nicht jeder besitzt ein Eigenheim oder die Möglichkeit, eine große Photovoltaikanlage zu installieren. Trotzdem gibt es heute einfache Wege, selbst Solarstrom zu erzeugen. Über eine Million Balkonkraftwerke sind bereits in Betrieb – kleine Steckersolar-Anlagen für Balkon oder Terrasse, die direkt Strom ins Hausnetz einspeisen. Ein unkomplizierter Einstieg für alle, die mitmachen möchten, ohne gleich ein ganzes Dach umzugestalten.

Tipp: Voraussetzungen und rechtliche Rahmenbedingungen erklärt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: www.bmwk.de

Balkendiagramm zum Ausbaupfad der installierten PV-Leistung bis 2030 von rhenag Energie.
Unser Blick auf die Energie von morgen

Wir bei rhenag Energie verfolgen diese Entwicklung mit Überzeugung: Erneuerbare Energien sind kein Trend, der vergeht. Sie sind die Grundlage für eine verlässliche, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung – auch in unserer Region.
Jede zusätzliche Solaranlage macht unser Energiesystem ein Stück unabhängiger. Ob Eigenheim, Mietwohnung oder Balkon – die Energiewende beginnt oft im Kleinen, und genau deshalb lohnt sich jeder Beitrag. Die Zukunft der Energieversorgung entsteht nicht nur durch große politische Entscheidungen, sondern dort, wo Menschen, Unternehmen und Kommunen sie gemeinsam gestalten. Als regionaler Energiedienstleister begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden dabei, die Möglichkeiten der Solarenergie Schritt für Schritt in den Alltag zu integrieren – praxisnah, persönlich und direkt in der Region.
Die Sonne schickt keine Rechnung. Das ist vielleicht der schönste Satz, wenn es um Solarenergie geht. Und die Zahlen zeigen: Deutschland hat die Botschaft verstanden.