

Eisspeicher in Rommerskirchen:
Im Winter warm, im Sommer kühl
In Rommerskirchen-Widdeshoven setzt die rhenag Energie gemeinsam mit der Gemeinde ein wegweisendes Quartierskonzept um. Im Neubaugebiet „Im Kamp“ werden nach und nach mehrere Gebäude über ein sogenanntes kaltes Nahwärmenetz über ein kaltes Nahwärmenetz mit Wärme und bei Bedarf auch mit Kälte versorgt. Das Herzstück: ein unterirdischer Eisspeicher mit 275.000 Litern Wasser, der sowohl im Winter für wohlige Wärme als auch im Sommer für angenehme Kühle sorgt.
Im Winter entzieht ein Wärmetauscher dem Wasser im Speicher Energie. Das Wasser gefriert dabei langsam zu Eis – und genau dieser Prozess setzt zusätzliche Wärme frei, die über das Nahwärmenetz zu den angeschlossenen Häusern transportiert wird. Dort bringen Wärmepumpen die Temperatur auf ein angenehmes Niveau. Im Sommer läuft das System umgekehrt: Das Eis taut, das kühlere Wasser wird zur Gebäudekühlung genutzt – ganz ohne zusätzliche Energie für eine Klimaanlage.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Bewohner zahlen einen festen Preis für Betrieb und Wartung, nicht für die abgenommene Wärme. So bleiben die Kosten planbar und unabhängig von schwankenden Energiepreisen. „Mit dem Eisspeicher gehen wir neue Wege“, betont auch Rommerskirchens Bürgermeister Dr. Martin Mertens.
Die Eisspeicher-Technologie eignet sich besonders für energieeffiziente Neubauten mit geringem Heizbedarf und ist ideal, wenn auch im Sommer gekühlt werden soll. Die Umsetzung war zwar aufwendig, aber das Ergebnis überzeugt: Die rhenag Energie sieht in dieser Technik eine technische Lösung für die Wärme- und Kälteversorgung von Quartieren in der Region. Projektleiter Norbert Böhmländer bestätigt: „Wir stehen total hinter dieser innovativen Technologie“.
Ausführliche Informationen zu diesem innovativen Projekt und zur Technologie finden Sie auf der Webseite der rhenag Energie: Eisspeicherprojekt in Rommerskirchen – rhenag Energie zieht Zwischenbilanz.
