

Sparen vor der Haustür: Von der Wärmepumpe bis zur Mülltonne
Oktober 2026
Gute Nachrichten zum Beginn des Herbstes: Sparen hört nicht an der Haustür auf. Draußen, zwischen der Einfahrt, dem Garten und dem Schuppen, liegt ein Reichtum an Potenzial. Und das Beste daran? Meistens reicht ein wenig Aufmerksamkeit aus. Wir waren in unserer Energiespartipps-Reihe rund um das Haus und die Wohnung schon viele drinnen unterwegs, jetzt geht es nach draußen an die frische Luft. Denn jetzt ist auch die Zeit für die Gummistiefel wieder da!

Im Rhein-Sieg-Kreis heizen immer mehr Haushalte mit einer Wärmepumpe, sowohl in Neubauten als auch in sanierten Altbauten. Das Prinzip klingt fast wie Zauberei: Das Gerät entzieht der Außenluft auch an kühlen Tagen Wärme und wandelt sie in Heizwärme um. Aus einer Kilowattstunde Strom entzieht es im Jahresdurchschnitt oft drei bis vier Kilowattstunden Wärme.
Dafür benötigt die Außeneinheit vor allem eines: einen freien Weg. Im Herbst bleiben oft Blätter am Gitter hängen oder verfangen sich zwischen den Lamellen. Für die Wärmepumpe fühlt es sich an wie ein dicker Wollschal vor dem Mund. Sie muss mehr arbeiten und verbraucht mehr Strom.
Unser Tipp: Einmal pro Woche kontrollieren, vorsichtig Blätter abpflücken und Sträucher, Topfpflanzen und Gartenstühle auf Abstand halten. Schnee? Das gleiche Spiel. Obwohl es zwischen Rhein und Sieg selten vorbeischaut.
Der zweite Hebel heißt Vorlauftemperatur. Je kühler das Heizungswasser sein kann, desto weniger Strom benötigt die Wärmepumpe. Werden Ihre Räume schön warm? Dann lohnt sich ein Gespräch mit Ihrem Fachbetrieb. Oft ist noch ein Grad oder zwei Luft.

Das Elektroauto in der Einfahrt ist kein exotischer Anblick mehr. Mit einer Wallbox bekommen Sie mehr als nur eine volle Batterie. Das Zauberwort? Timing.
Wenn Sie eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach haben, lädt Ihr Auto tagsüber mit Ihrem eigenen Solarstrom. Viele Wallboxen erledigen das Überschussladen mittlerweile ganz von allein. Ohne Solaranlage lohnt sich ein Blick auf dynamische Stromtarife. Wenn Windräder und Solarparks viel Strom aus erneuerbaren Energien liefern, sinken die Börsenpreise oft deutlich. Wer dann lädt, zahlt weniger. Und mal ehrlich: Ihr Auto steht sowieso die meiste Zeit nur herum. Für steuerbare Geräte wie Wallboxen und Wärmepumpen sieht das Energiewirtschaftsgesetz (§ 14a) unter bestimmten Bedingungen reduzierte Netzentgelte vor. Klingt nach Bürokratenkauderwelsch? Es ist nicht so schlimm, und das rhenag-Energieteam erklärt Ihnen gerne, was zu Ihrem Haushalt passt.
Ein weiterer Profi-Tipp: Ladet nicht jedes Mal auf 100 Prozent auf. Im Alltag reicht in der Regel 80%. Das schont den Akku.

Der Rhein-Sieg-Kreis ist kein Trockengebiet, zumindest fühlt es sich nicht so an. Dennoch gab es hier in den vergangenen Sommern längere Trockenperioden. Warum also Regenwasser ungenutzt in die Kanalisation fließen lassen?
Wie viel dort zusammenkommt, überrascht viele. Ein Millimeter Regen bringt einen Liter pro Quadratmeter. Ein heftiger Schauer mit zehn Millimetern bringt also auf einer 100 Quadratmeter großen Dachfläche rund 1000 Liter. Ein Regenfass füllt sich schnell.
Das Regenfass am Fallrohr ist die klassische Wahl und kann an einem Nachmittag installiert werden. Ihre Tomaten werden es Ihnen danken, denn Pflanzen bevorzugen das weiche, kalkarme Wasser dem Leitungswasser. Wer es größer denkt, gräbt eine Zisterne. Sie versorgt nicht nur die Beete, sondern bei richtiger Installation auch die Toilettenspülung. Das spart Trinkwasser und je nach Gemeinde auch Gebühren.
Jetzt im Herbst gilt: Regenfass vor dem ersten Frost leeren oder zumindest nicht ganz voll lassen. Sonst drohen Risse. Und die Blätter aus der Regenrinne entfernen, sonst gibt es im Frühjahr nur noch Blättertee im Abfall.
Zugegeben, der Mülleimer ist nicht der Star dieser Serie. Aber hier entscheidet sich, ob aus Abfall etwas Neues wird. Aus sauber getrenntem Biomüll machen Kompostieranlagen und Vergärungsanlagen Kompost oder Biogas. Und Biogas ist wieder Energie. Verpackungen, Papier und Glas landen in Sortieranlagen und werden dann zum Recycling geschickt.
Die Klassiker unter den Fehlern? Plastiktüten im Biomüll. Selbst die vermeintlich kompostierbaren machen vielen Anlagen Probleme. Ebenfalls beliebt: gestapelte Joghurtbecher mit Deckel in der Gelben Tonne. Wenn Sie die Becher einzeln einwerfen und den Aluminiumdeckel entfernen, erkennt das Sortiersystem beides.
Spülen? Nicht nötig. Löffelrein ist genug.
Mit einem Garten können Sie auch selbst Rasenschnitt und Küchenabfälle kompostieren. Das schafft Platz in der Tonne und liefert kostenlosen Dünger für die Beete. Kreislaufwirtschaft im Taschenformat.
Wann die Müllabfuhr welche Tonne holt, verrät Ihnen der Abfallkalender Ihrer Kommune.
Wärmepumpe, Wallbox, Regentonne, Biotonne. Rund ums Haus kommen viele kleine Stellschrauben zusammen. Einzeln wirken sie unscheinbar. Gemeinsam senken sie spürbar Strom- und Wasserverbrauch und entlasten die Haushaltskasse. Wir bei rhenag Energie sind überzeugt: Genau so funktioniert die Energiewende. Nicht nur in großen Kraftwerken, sondern auch in Vorgärten, Carports und Einfahrten im Rhein-Sieg-Kreis.
Sie überlegen, auf eine Wärmepumpe oder auch ein E-Auto umzusteigen? Oder Sie fragen sich, welcher Stromtarif dazu passt? Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.
