

Heizungsstart-Check: In 5 Schritten fit für die Heizsaison
Oktober 2026
Die ersten kühlen Abende sind da. Der Tee schmeckt wieder doppelt so gut, und die Wolldecke hat ihren Stammplatz auf dem Sofa zurückerobert. Jetzt ist der richtige Moment, auch Ihrer Heizung ein kleines Herbst-Update zu gönnen. Zehn Minuten reichen dafür schon. Dafür ersparen Sie sich im Winter Gluckern, kalte Füße und unnötige Heizkosten.
Monatelang hatte Ihre Heizung Sommerpause, und das merkt man ihr beim ersten Aufdrehen manchmal auch an: Ein Heizkörper bleibt oben kalt, ein anderer rauscht wie ein Gebirgsbach, und das Thermostat im Kinderzimmer stellt sich tot. Kein Grund zur Panik. Die meisten Startschwierigkeiten beheben Sie ohne Spezialwerkzeug. Wir von rhenag Energie, Ihr Energieversorger hier im Rhein-Sieg-Kreis, haben die fünf wichtigsten Handgriffe für Sie zusammengestellt.
Es gluckert? Der Heizkörper wird nur unten warm? Dann sitzt Luft im System. Sie verdrängt das heiße Wasser, und der Heizkörper arbeitet nur mit halber Kraft. Abhilfe schafft ein Entlüftungsschlüssel, den Sie für wenige Euro im Baumarkt bekommen.
So geht's: Drehen Sie die Heizung auf, bis die Heizkörper warm sind. Dann schalten Sie sie für etwa eine Stunde ab, damit sich die Luft oben sammelt. Becher und Tuch unters Ventil, Schlüssel langsam aufdrehen. Erst zischt es, dann kommt Wasser. Ventil zu, fertig. Wohnen Sie auf mehreren Etagen, dann arbeiten Sie sich am besten von unten nach oben vor.

Nach dem Entlüften fehlt etwas Wasser im System, und der Druck sinkt. Werfen Sie deshalb einen Blick auf das Manometer, meist eine kleine runde Anzeige mit grünem Bereich. In einem typischen Einfamilienhaus liegt der Wert bei kalter Anlage meist zwischen 1,0 und 2,0 bar. Den genauen Wert nennt Ihre Bedienungsanleitung.
Zu wenig Druck? Dann füllen Sie Wasser nach. Wer sich das nicht zutraut, ruft lieber den Heizungsfachbetrieb an – keine Schande. Fällt der Druck immer wieder ab, steckt vielleicht ein Leck dahinter. Das ist ein Job für den Profi. In der Mietwohnung kümmern sich Vermieter oder Hausverwaltung um die Anlage.

Das Thermostat auf 5, Heizkörper bleibt trotzdem eiskalt? Der Übeltäter ist oft ein festsitzender Ventilstift. Nach Monaten ohne Bewegung verkantet er sich gern. Ganz ähnlich wie wir nach einem langen Tag im Homeoffice.
Die Lösung kann sein: Schrauben Sie den Thermostatkopf ab. Meist hält ihn eine Überwurfmutter oder ein Clip. Darunter entdecken Sie einen kleinen Metallstift. Lässt er sich nicht hineindrücken, bewegen Sie ihn vorsichtig mit einer Zange hin und her oder klopfen leicht dagegen. Kopf wieder drauf, und der Heizkörper ist zurück im Spiel.
Und jetzt auch gleich noch ein Blick auf die Stufen: Stufe 3 entspricht ungefähr 20 Grad. Für Wohnräume passt das meist genau, im Schlafzimmer reichen oft 17 bis 18 Grad. Und Stufe 5? Heizt nicht schneller, sondern nur länger. Als Faustregel der Verbraucherzentrale gilt: Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizenergie.

Klingt banal, trotzdem übersehen es viele: Ein Heizkörper hinter dem Sofa oder unter einem bodenlangen Vorhang heizt vor allem das Sofa und den Vorhang. Rücken Sie Möbel ein Stück ab. Und wischen Sie den Staub zwischen den Lamellen weg, denn der wirkt wie eine kleine Dämmschicht. Leider an der falschen Stelle.
Zum Schluss ist die Anlage selbst dran. Stimmen Uhrzeit und Nachtabsenkung noch? Spätestens nach der Zeitumstellung Ende Oktober lohnt sich ein kurzer Check. Liegt die letzte Wartung schon länger zurück, vereinbaren Sie jetzt einen Termin. Sonst greifen bei den ersten Frostnächten im Rhein-Sieg-Kreis alle gleichzeitig zum Telefon, und Sie hängen in der Warteschleife. Eine gewartete Anlage arbeitet effizienter, hält länger und verbraucht weniger Energie.
Technisch geht inzwischen noch mehr. Smarte Heizkörperthermostate steuern Sie bequem per App. Sie erkennen offene Fenster und heizen nach Ihrem Zeitplan. Einzelne Räume werden nie richtig warm, während andere glühen? Dann hilft ein hydraulischer Abgleich: Ein Fachbetrieb stellt die Anlage so ein, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er braucht. Auch Wärmepumpen, ein zentraler Baustein der Wärmewende, profitieren von entlüfteten Heizkörpern und dem richtigen Druck.
Wie hoch sollte der Wasserdruck der Heizung sein?
In Einfamilienhäusern liegt er bei kalter Anlage meist zwischen 1,0 und 2,0 bar. Maßgeblich ist der Wert in der Bedienungsanleitung Ihrer Heizung.
Warum wird mein Heizkörper nicht warm?
Häufige Ursachen sind Luft im Heizkörper, ein festsitzender Ventilstift unter dem Thermostatkopf oder zu wenig Wasserdruck in der Anlage.
Wie oft sollte man Heizkörper entlüften?
In der Regel einmal vor Beginn der Heizsaison und zusätzlich immer dann, wenn es gluckert oder ein Heizkörper oben kalt bleibt.
Zehn Minuten, die sich lohnen
Entlüften, Druck prüfen, Thermostate wecken, Platz schaffen, Einstellungen checken. Mehr braucht es meist nicht, damit Ihre Heizung entspannt in die Saison startet. Ob in Siegburg, Troisdorf oder Hennef: Wenn der Herbstnebel über der Sieg hängt, sorgt eine gut vorbereitete Heizung für behagliche Wärme ohne Verschwendung. Und jede Kilowattstunde, die nicht verpufft, taucht auch nicht auf Ihrer Heizkostenabrechnung auf. Schön, oder?
Das rhenag Energie-Team wünscht Ihnen einen warmen und gemütlichen Herbst! Weitere Tipps zum Energiesparen finden Sie hier im Kundenmagazin.
